Wie erhalte ich meine ersten Bitcoins?

Zunächst einmal: Es ist (noch) nicht möglich Bitcoins in einer Bank oder einer Wechselstube zu beziehen. Auch das Verwenden von Kreditkarten zum Erwerb von Bitcoins ist stark eingeschränkt. Es gibt allerdings eine Reihe von spezialisierten Währungsbörsen, wo man Bitcoins gegen die lokale Währung tauschen kann. Diese arbeiten in erster Linie als webbasierte Devisenmärkte. Bekannte große Börsen sind zum einen Bitstamp (bitstamp.net), ein europäischer Devisenmarkt, der mehrere Währungen einschließlich Euro (EUR) und US-Dollar (USD) unterstützt und zum anderen Coinbase (coinbase.com), ein US-Devisenmarkt in Kalifornien, der den US-Dollar-Wechsel von und zu Bitcoin unterstützt.

Crypto-Börsen wie diese arbeiten an der Schnittstelle zwischen Landes- und Kryptowährungen. Als solche unterliegen sie nationalen und internationalen Vorschriften und Gesetzen und sind häufig auf den jeweiligen Landes- oder Wirtschaftsbereich spezialisiert. Meldet man sich bei einer dieser Börsen an, gelten somit die jeweiligen Rechtsvorschriften des Landes. Ähnlich wie bei der Eröffnung eines Bankkontos, kann es mehrere Tage oder Wochen dauern, um den jeweiligen Vorschriften gerecht zu werden und mit dem Handel von Bitcoins starten zu können. Außer den Handelsbörsen gibt es natürlich noch andere Wege, wie man an Bitcoins kommen kann: Finden Sie einen Freund, der Bitcoins besitzt, und kaufen sie ihm einige ab oder verwenden Sie einen Dienst wie localbitcoins.com, um einen Anbieter in Ihrer Nähe zu finden, um Bitcoins gegen Bargeld zu tauschen oder verkaufen Sie ein Produkt oder eine Dienstleistung für Bitcoins

Mit einer Web-Wallet kann man nun prinzipiell Bitcoins empfangen und senden. Die Web-Wallet-Anwendung generiert eine zufällige Bitcoin-Adresse zusammen mit einem privaten Schlüssel. An diesem Punkt ist die Bitcoin-Adresse jedoch noch nicht dem restlichen Bitcoin-Netzwerk bekannt. Sie ist zunächst einfach nur eine Zahl, die einem Schlüssel zu einem Konto entspricht. Bisher ist noch kein Betrag auf diesem Konto eingegangen und somit wird es vom Netz weitestgehend ignoriert. Es ist zunächst einfach nur eine Adresse aus der riesigen Anzahl aller möglichen Adressen, die für Transaktionen in Bitcoin verwendet werden können. Sobald es jedoch mit einer Transaktion in Verbindung gebracht werden kann, wird es Teil der bekannten Adressen im Netz und jeder kann den Kontostand auf einer öffentlichen Liste einsehen und weitere Bitcoins an diese Adresse senden.

Will man nun einen Betrag X von einem Konto auf ein anderes Konto überweisen, so kann mit mit den meisten verfügbaren Wallets die Zieladresse als QR-Code (öffentlicher Schlüssel) mit der Smartphone-Kamera einscannen. Man sollte sich anschließend durch Vergleich einiger Ziffern von der Korrektheit des eingescanntes Codes überzeugen. Anschließend wählt man die eigene Adresse, gibt den Bitcoin-Wert für die Transaktion ein und überprüft sorgfältig die korrekte Eingabe, um sicherzustellen, dass die richtige Menge eingegeben wurde, da eine falsche Eingabe nach dem Senden nur mit der Einwilligung des Empfängers der Bitcoins wieder rückgängig gemacht werden kann.

Die Wallet ordnet dann über die entsprechende Transaktion die Bitcoins dem Empfänger zu und signiert diese mit dem privaten Schlüssel. Damit wird dem Rest des Bitcoin-Netzwerkes auch die Legitimität der Transaktion bestätigt. Die Transaktion wird der Blockchain, einem konstant wachsenden Kontobuch, in dem alle Transaktionen verbucht werden, hinzugefügt. Darüber hinaus sind alle Transaktionen öffentlich einsehbar und somit transparent. Zunächst wird die Transaktion noch unbestätigt sein, so dass sie erst noch durch einen Miner aufgenommen und in die Blockchain „eingebaut“ werden muss. Wurde durch die Miner der nächste Block gelöst (annähernd alle 10 Minuten) dann werden die zuletzt getätigten Transaktion bestätigt und in den Block offiziell integriert. Je mehr Blocks nun im weiteren Verlauf hinzukommen, desto vertrauenswürdiger wird die Integration in die Blockchain.