Warum in Bitcoins investieren?

Warum macht es Sinn in Kryptowährungen zu investieren? Weil unsere Weltwirtschaft Gefahr läuft, in eine Depression zu geraten. Nach der Krise 2008 sind Banken und andere Finanzinstitute dabei, ihre Kreditportfolios drastisch zu begrenzen, um ihr Eigenkapital wieder entsprechend aufzubauen. Hierdurch wird allerdings das dringend benötigte Kapital der Realwirtschaft vorenthalten, was nun wiederum zur Rezession führt und in einer Teufelsspirale die Einnahmen der Banken ebenso wieder drücken wird bis wir zu einer möglichen Depression kommen. Mir persönlich fällt es zusehends schwerer, mein Geld diesem System anzuvertrauen.

Welches ist aber das grundlegende Problem unseres bisherigen Finanzsystems? Das Hauptproblem sind zu verzinsende Kredite, welche ein Ausmaß angenommen haben, das durch die Realwirtschaft nicht mehr kompensiert werden kann. Die zu verzinsenden Kredite wachsen nämlich exponentiell, während die Realwirtschaft meist nur einem linearem Wachstum folgen kann. Umgekehrt kann nun auch in der Realwirtschaft nichts finanziert werden, was nicht mindestens den entsprechenden Zins abdeckt, den man der Bank zahlen muss, um überhaupt an den nötigen Kredit zu kommen. Um es jetzt noch weiter zu verkomplizieren, kann man auch auf den Zins noch mal einen Zins aufschlagen und landet dann beim sogenannten Zinseszins. Solch ein System folgt nun einem exponentiellem Wachstum und erreicht dann zwangsläufig einen Punkt, an dem es über das in der Realwirtschaft zu erwartende Wachstum hinausschießt. In der Natur gibt es einen ähnlichen Prozess, bei dem durch unkontrolliertes Wachstum das natürliche System in sich zusammenbricht: Krebs!

An dieser Stelle muss man sich nun natürlich folgende Frage stellen: Wenn unser Geldsystem aufgrund der oben geschilderten unterschiedlichen Wachstumsraten von Finanz- und Geldwirtschaft ständig Gefahr läuft zu kollabieren - wieso halten wir dann an ihm fest? Oder anders formuliert: Wer sind die Gewinner oder wer sind die Verlierer dieses Systems?

Dazu muss man wissen, dass man Zinszahlungen auch ohne Kreditaufnahme nicht vermeiden kann, da Zinsanteile in allen Preisen versteckt sind. Hierzu nur ein Beispiel, welches dies verdeutlichen soll. Jemand, der eine Wohnung baut und anschließend weitervermietet, wird vielleicht nach 25 Jahren den Kredit mit Zinsen abgezahlt haben. In der Miete wird allerdings die Kalkulation der schon längst abgetragenen Zinsen weiter enthalten bleiben und vom Mieter gezahlt werden. Bei der Kostenmiete im sozialen Wohnungsbau liegt die Kapitalverzinsung beispielsweise bei bis zu 75%. Bis zu diesem Punkt kann man sich mit dem System vielleicht noch anfreunden, da wir alle zwar Zinsen in den Preisen mitbezahlen müssen aber auch wieder welche bekommen, wenn wir sparen. Die unterschiedlichen Zinssätze hierbei mal außer Acht gelassen, zeigt sich darüber hinaus, wenn man die Bevölkerung mal in zehn gleiche Teile unterteilt und nachrechnet, wer von den Zinsen profitiert und wer sie zahlen muss, dass knapp 80% der Bevölkerung in Deutschland mindestens zweimal so viel Zinsen in den Preisen zahlen, wie sie aus Spar- und Geldeinlagen oder beispielsweise Lebensversicherungen wieder einnehmen. Bei weiteren 10% sind die Ab- und Eingänge von Zinsen ausgeglichen und bei den restlichen 10% landet all das, was die ersten 80% abgeben.

Ein wesentlicher Grund, warum dieses System noch so gut funktioniert, ist also, dass knapp 80% für die Zinsen von knapp 10% der Bevölkerung Deutschlands arbeiten und es im Grunde genommen noch nicht einmal merken.